4. Bildung und Erziehung im Kindergarten 

 

´Was man erringt, behauptet man hartnäckiger, als was man ererbt hat.`

(Joh. W. Goethe)


Der Kindergarten, eine Bildungseinrichtung für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren!

 

Die größten Schritte in ihrer Entwicklung machen Menschen in ihrer frühen Kindheit. In dieser Lebensphase ist die Lernfähigkeit besonders ausgeprägt. Verpasst man die Chance, Kindern in dieser Altersstufe entsprechende Lernangebote zu unterbreiten, wird es später Mühe machen, dies aufzuholen.

Eltern und Gesellschaft tragen gemeinsam Verantwortung für frühkindliche Bildung. Schon in den frühen Lebensjahren sollen rechtzeitig Grundlagen für Eigenverantwortlichkeit gelegt werden, die in allen Lebensbereichen erforderlich sind. Öffentliche Angebote sollen deshalb die Chance aller Kinder auf frühkindliche Bildung (siehe BEP) erhöhen. Den Eltern soll das Angebot außerdem Erwerbstätigkeit ermöglichen.

Frühkindliche Bildung soll Kinder umfassend und individuell fördern. Wenn sie nicht in irgendeiner Form behindert werden, sind die Ausgangspunkte für den Bildungsprozess bei Kindern vorhanden: ihr Entwicklungs- und Bewegungsdrang, die kindliche Neugier und Entdeckungsfreude, die Bereitschaft zum Einüben und Trainieren. Ein wesentliches Mittel der Förderung ist die Unterstützung der Kinder bei ihrer individuellen Entwicklung, insbesondere beim Spiel und der Bewegung. Zu den gesetzlichen Aufgaben eines Kindergartens gehören Bildung, Erziehung, Betreuung und individuelle Wertschätzung, verankert im Bildungs- und Erziehungsplan. Soweit dies möglich ist, sollen individuelle Defizite der Kinder bis zu Beginn der Schule ausgeglichen werden.

Eltern und Fachdienste sollen die Entwicklung des Kindes unterstützen und in die Qualitätsentwicklung der Einrichtung einbezogen werden.

Es ist unser Anliegen diesem Anspruch in unserer Einrichtung Rechnung zu tragen. Da wo uns noch Mittel und Wege fehlen, diese Standards zu erfüllen, brauchen wir Verbündete, brauchen wir offene Ohren und Unterstützung von Eltern, den Politikern aller Fraktionen, von Journalisten und der Öffentlichkeit.

 

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