3. Übergänge des Kindes im Bildungsverlauf


´Ein Kind ist eine Insel der Neugier, umflutet von Fragezeichen.` (N.N.)  

 

Übergänge

Bei einem Übergang handelt es sich um einen längerfristigen Prozess. Es ist kein Ereignis, das sich in kurzer Zeit abhandeln lässt. Der Übergang in Kindergarten und Schule beginnt mit den Vorbereitungen zu Hause für den ersten Tag und endet mit der abgeschlossenen Eingewöhnungzeit des Kindes. Die Dauer der Eingewöhnungszeit ist für jedes Kind individuell. Erzieher und Lehrer berichten von Kindern, die über die gewöhnliche Eingewöhnungszeit hinaus Probleme haben sich in dem neuen Umfeld zurechtzufinden.
 

3.1 Übergang in den Kindergarten - Die Eingewöhnung

Ein neues Kindergartenjahr beginnt!

Alle hatten mit den ´Großen` Abschied gefeiert, sich aber kaum bewusst gemacht, was es bedeutet, wenn sie nicht mehr da sind. Und dann war auf einmal vieles anders. Die ehemals ´Kleinen` sollten jetzt die ´Großen` sein. Dann die vielen ´Neuen` in der Gruppe. Sie weinen, sie spielen ´nicht richtig`, sie hängen am Personal, machen die Hose nass, den Trum kaputt, wollen nicht auf den Spielplatz, lassen ihre Mütter nicht gehen usw. Welch ein Verwirrspiel! Die ´Großen`werden um Unterstützung und Hilfe gebeten. manchmal macht es stolz und manchmal, so die Aussage eines Kindes ´nervt es nur`.

 

Diese Situation bedeutet für alte und neue Kinder Neuorientierung, sie müssen

  • eine persönliche Rolle und einen Platz in der Gruppe finden
  • Spielpartnerschaften entwickeln
  • Freundschaften schließen
  • teilen üben

Die Erzieher müssen

  • die Bedürfnisse der ´alten` und ´neuen` Kinder unter einen Hut bringen
  • die ´Großen` zum helfen motivieren, ohne sie zu überfornder
  • allen altersstufen gerecht werden

 

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Übergang Elternhaus-Kindergarten

Um den Übergang währen des Jahres für zukünftige Kindergartenkinder anzubahnen, bieten wir während des Jahres folgende Treffs an:

 

Tag der offenen Tür

In der Regionalzeitung laden wir in jedem Kindergartenjahr neu zu diesem Treffen ein. Alle Eltern, Ehemalige und Freunde haben an diesem Tag die Möglichkeit, den Kindergarten zu besichtigen und Informationen einzuholen. Zudem können küftige Kindergartenkinder erste Kontakte knüpfen und die Räumlichkeiten inspizieren. Durch ein vielfältiges Angebot in den einzelnen Gruppenräumen lernen sie erste Regeln und Gesetzmäßigkeiten kennen. Inzwischen haben die Eltern die Möglichkeit im Kaffeeeck Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

 

Informationsabend

Nach der Anmeldung ist es bald soweit. Ihr Kind besucht im folgenden Kindergartenjahr unsere Einrichtung. Wir freuen uns darauf. Wie bereite ich mein Kind darauf vor? Was benötigt es? Was erwartet es? Welche Gruppe besucht es? Auf diese und andere Fragen geht das Kindergartenteam an einem sogenannten Informationsabend für die neuen Kindergarteneltern ein. Die gezielte Kontaktaufnahme mit dem künftigen Gruppenteam steht im Mittelpunkt an diesem Abend. Zugleich planenn wir an diesem Tag mit den Eltern die ´sanfte aber gezielte Aufnahme` des Kindes in die Gruppe mittels eines Schnuppertages und der gestaffelten Aufnahme.

 

Schnuppertag

Voller Sehnsucht erwarten die meisten Kinder ihren ersten Kindergartentag. Um diese Zeit etwas zu verkürzen und ihnen das Eingewöhnen zu erleichtern, dürfen alle neuen Kindergartenkinder nach dem Informationstag schon einmal in ihre künftige Gruppe hineinschnuppern. Dazu vereinbaren die Eltern mit den Erziehern ihrer künftigen Gruppe Termine. An diesem Schnuppertag ist das pädagogische Personal überwiegend für die ´Neulinge` da.
Die Kinder haben an diesem Tag die Möglichkeit ihren künftigen Gruppenraum zu erkunden und erste Kontakte zum Personal und den Kindern zu knüpfen. Natürlich sind die Eltern mit ihren Kindern auch zu allen sonstigen Veranstaltungen willkommen, um ihrem Kind den Übergang vom Elternhaus in den Kindergarten zu erleichtern.

 

Gestaffelte Aufnahme

Wir wollen den Übergang des Kindes vom Elternhaus in den Kindergarten so sanft als möglich gestalten. Dies gelingt uns nur, wenn uns für jedes Kind genügend Zeit zum Ablösen von den Eltern zur Verfügung steht. Deshalb bieten wir den Eltern für den ersten Kindergartentag eine genaue Bringzeit an. So können wir dem jeweiligen Kind die volle Aufmerksamkeit schenken und evtl. von seinen Eltern ablenken und loslösen.

 

Was den Übergang in den Kindergarten erleichtert...

Ein Kind, das in den Kindergarten kommt, sollte:

  • ein gewisses Maß an Selbstständigkeit besitzen z. B. beim An- und Auskleiden, Essen, Toilettengang
  • schon erste Erfahrungen mit anderen Kindern und Erwachsenen außerhalb des Elternhauses gemacht haben
  • sich von fremden Menschen etwas sagen lassen, Gesetzmäßigkeiten und Regeln nicht ablehnend gegenüber stehen
  • sich anderen Kindern freundlich nähern können und Konflikte nicht mit Schlagen und Beißen lösen
  • sich mit einem Spielmaterial auch einmal eine Weile alleine befassen können und nicht immer auf ´Animation`angewiesen sein
  • sich ausdrücken und mitteilen können

 

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